2 Cellos – Score

Ich versuche mich jetzt auch mal an einem (?) CD-Review. Ganz so neu ist das Album jetzt nicht mehr, aber ich bin vorher einfach nicht dazu gekommen.

Als ich die Ankündigung für das Album las, war ich begeistert. Ein Album mit Filmmusik. Und dann noch mit Orchesterbegleitung. Toll! Leider bleibt die CD doch sehr hinter meinen Erwartungen zurück. Aber lest selbst.

1 Game of Thrones Medley

Vielversprechend beginnt die CD mit einem Medley zu der Serie „Game of Thrones“.  Ein ruhiger einstieg, gemeinsam mit dem Orchester wird zu einer Steigerung angesetzt – die dann aber nur minimal passiert. Ein wenig enttäuschend. Dafür, dass sich das Ganze „Medley“ nennt, wird doch ziemlich viel mit dem Intro-Thema der Serie gearbeitet. Interessant ist hier vor allem der Teil, in dem ein Cello eine Variation über das Thema spielt. Im Großen und Ganzen ist es aber leider doch nur wenig abwechslungsreich.

 

2 May it Be

Ruhig und entspannend, leider auch ein wenig langweilig. Ein Gesangsstück in Instrumental – man hätte vielleicht eine etwas spannendere zweite Stimme unter die Melodie spielen können. Das Orchester hat zwar einige nette Begleitmelodien, allerdings rücken diese doch sehr weit in den Hintergrund und in erster Linie wirkt das Lied durch das Orchester nur kitschiger. Außerdem wirkt der Celloton stellenweise recht „künstlich“, verstärkt, verfremdet.. schade, die beiden haben schon oft genug bewiesen, dass sie gut spielen können und einen guten Klang haben. Eine unnötige Maßnahme also.

 

3 For the Love of a Princess

Ausnahmsweise ein Stück, das ich vorher noch nicht kannte. Auch hier hätte man mehr draus machen können. Das Orchester ist wieder in erster Linie ein im Hintergrund bleibender Klangteppich, der das Ganze etwas „verkitscht“, Steigerungen sind eher minimal, wieder ein wenig langweilig. Schade, bei dem schönen Stück.

 

4 Love Story

Gut, dieses Stück muss wohl ein wenig kitschig sein, das werde ich hier nicht kritisieren 😉 Hier gelingt den beiden ein schönes Wechselspiel, ein schönes Arrangement. Das Orchester im Hintergrund ist fast ein wenig überflüssig.

 

5 Cinema Paradiso

Sie schaffen endlich mal eine deutlichere Steigerung. Ganz nett, aber auch wieder nicht zu spannend.

 

6 Moon River

Ein nettes Arrangement eigentlich. Es wird nicht mein Lieblingsstück, dazu finde ich es nicht spannend genug, aber wirklich viel auszusetzen habe ich daran auch nicht.

 

7 Love Theme from The Godfather

Dafür dass einige andere Stücke auf dieser CD doch stark „verkitscht“ wirken, trifft das auf dieses erstaunlich wenig zu. Also gut, ein wenig schmalzig gehört dieses Stück ja und das trifft auch hier zu, aber eben nicht mehr als nötig. Schön auch, dass nicht, wie sonst meistens bei Interpretationen dieses Stückes direkt mit dem altbekannten Thema angefangen wird. Es gibt auch eine hörbare Steigerung und die verschiedenen Wiederholungen des Hauptthemas sind recht abwechslungsreich. Dieses Arrangement ist gelungen.

 

8 My Heart Will Go On

Gut, hier muss ich zugeben, bin ich schon etwas voreingenommen – ich mag das Lied schon im original nicht. Und auch diese Interpretation wird nicht dazu beitragen, dass ich es mag. Aber es ist ganz nett gemacht. Es scheint jedoch kein Ende nehmen zu wollen, nochmal und nochmal in immer kitschiger wird der Refrain hinten drangehängt…

 

9 Rain Man Theme

Obwohl ich den Film gesehen habe, war mir das Thema nicht mehr so in Erinnerung. Mir gefällt es in diesem Arrangement aber ganz gut.

 

10 Cavatina

Wieder ein Stück, das mir vorher nicht bekannt war. Der Film auch nicht. Das Orchester rückt mal wieder stark in den Hintergrund. Das Stück wirkt stellenweise ausdruckslos gespielt, was es leider etwas langweilig macht.

 

11 Malena

Mal wieder nicht allzu spannend, leider. Dass es auch anders geht beweist Yo-Yo Ma auf dem Album „Yo-Yo Ma plays Ennio Morricone“…

 

12 Schindler’s List Main Theme

Ein wunderschönes Stück, auch ein ganz nettes Arrangement. Die beiden geben sich auch große Mühe, an das Original reicht es aber nicht heran. (Das ist allerdings auch sehr schwer.)

 

13 Titles from Chariots of Fire

Endlich wird das Orchester mal vernünftig genutzt und erweckt dieses Mal nicht den Eindruck, dass man es auch hätte weglassen können.

 

14 Now We are Free

Sehr passend zum Abschluss des Albums. Wieder mit allem möglichen Kitsch, aber ansich ein Arrangement, das mit dem Original gut mithalten kann und das man gerne anhört.

 

Fazit

Wie schon erwähnt, hat das Album meine Erwartungen leider enttäuscht. Es sind ein paar nette Arrangements dabei, auch die Tatsache, dass ich einige von diesen Stücken einfach sehr mag bringt natürlich einige Pluspunkte ein. Allerdings wirken viele Stücke „verkitscht“ und auch der Celloklang scheint teilweise sehr künstlich, was wirklich schade ist. Die Idee das Ganze mit einem Orchester einzuspielen, finde ich ansich auch gut. Sie haben ja auch mit dem London Symphony Orchestra ein bekanntes und rennomiertes Orchester mit an Bord geholt. Allerdings bleibt das Orchester bei den meisten Stücken doch so stark im Hintergrund, dass ein kleineres Ensemble wohl auch ausgereicht hätte. Man hätte aus der Idee des Albums meiner Meinung nach weitaus mehr machen können und aus diesen speziellen Arrangements auch klanglich weitaus mehr herausholen können. Schade. Aber es ist trotz allem ganz nett anzuhören. Hin und wieder.

 

Übrigens – es gibt auch wieder ein paar ganz witzige Videos zudem Album 🙂

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