Erin Watt – Paper Princess

Eindruck vor dem Lesen und Erwartungen

Ein Buch mit Goldapplikationen, dem Untertitel „die Versuchung“ und wenn man dann noch die Klappentexte liest, da ist man sich sicher: Dieses Buch habe ich wieder aus irgendeiner Überraschungsbox oder geschenkt bekommen, das passt nicht so zu den Büchern, die ich sonst lese. Die Wahrheit ist: Ich habe es selbst gekauft. Seit ich meinen Buchblog auch auf Instagram verlegt habe und dort vielen anderen Buchbloggern folge, habe ich es andauernd gesehen. Und das macht natürlich neugierig.

Und dann noch ein anderer Grund: Ich bekam eine Leseprobe. Ich lese Leseproben eigentlich nicht. Denn ich folge dem Grundsatz „wenn ich ein Buch anfange, dann lese ich es auch zu Ende. Egal wie mies es ist.“ Nun, ich hatte nichts zum Lesen dabei. Mir war langweilig. Ich hatte die Leseprobe. Ich las sie. Sie lies sich gut lesen. Ich merkte recht schnell, dass dieses Buch sicherlich nicht das trifft, was ich normalerweise lese, aber ich hatte dann leider die ersten 2 Kapitel gelesen. Und damit hatte ich das Buch wohl angefangen. Und wollte auch wissen wie es ausgeht.

Hier jetzt auch nochmal für euch die Klappentexte.

Diese Royals werden dich ruinieren…

Seit dem Tod ihrer Mutter schlägt sich Ella Harper alleine durch. Tagsüber sitzt sie in der Schule, nachts arbeitet sie in einer Bar. Dann steht plötzlich der Multimillionär Callum Royal vor ihr. Er behauptet, ihr Vormund zu sein – und nimmt Ella kurzerhand mit in seine Villa. Aus ihrem ärmlichen Leben kommt Ella in eine Welt voller Luxus. Doch bald merkt sie, dass mit dieser Familie etwas nicht stimmt. Callums fünf Söhne begegnen ihr mit Feindseligkeit. Besonders einer von ihnen macht Ella das Leben schwer. Und trotzdem knistert es gewaltig zwischen ihnen… Ob aus Hass noch Liebe werden kann?

Na da ich bin mir sicher – so geht das doch immer in diesen Büchern?

Hier noch der andere Text:

Ella Harper ist eine Kämpferin. Und ziemlich Hart im Nehmen. Was sonst bleibt einem übrig, wenn man in der Gosse aufwächst? Ihren Vater hat sie nie kennengelernt, seit dem Tod ihrer Mutter arbeitet sie nachts in Bars, tagsüber sitzt sie in der Schule. Ihre größten Ziele: ein guter Abschluss und ein besseres Leben. Aber leicht ist das nicht.

Dann steht eines Tages der Millionär Callum Royal vor der Tür. Er behauptet, Ellas Vormund zu sein, und nimmt sie mit in die riesige Luxusvilla, in der auch seine fünf Söhne wohnen.

Von einem Tag auf den anderen ist Ella zu einer Prinzessin geworden. Aber die fünf attraktiven jungen Männer, Gideon, Reed, Easton, Sebastian und Sawyer, begrüßen ihre neue Stiefschwester nicht gerade mit offenen Armen. Sie machen Ella das Leben schwer – besonders Reed, der attraktivste von allen. Doch schon nach kurzer Zeit knistert es gewaltig zwischen den beiden. Weiß Ella, auf was sie sich eingelassen hat, oder werden die Royals sie ruinieren?

Na wenigstens will dieses Buch anscheinend vermitteln, dass Schule und ein Abschluss wichtig sind und zeigt keine rebellische Teenagerin, die schlechte Noten eher cool findet.. Aber – Ella hat sich auf etwas eingelassen? Es klingt eher so, als hätte sie keine Wahl gehabt? Na, wir wissen ja alle, dass Klappentexte teilweise nur mäßig gut sind.

(Und ist das gewollt, dass zwei der Söhne mit Vornamen so heißen, wie zwei Charaktere von Criminal Minds mit Nachnamen? Gut, der bei Criminal Minds heißt Reid und nicht Reed, aber von der Aussprache her macht das ja nur wenig Unterschied 😛 )

Okay, ich sollte aufhören, schon im Vorfeld über das Buch herzuziehen. Es zwingt mich ja keiner es zu lesen. Ich denke, es wird auf jeden Fall unterhaltsam.

 

Rezension

 

 

2,25 Sterne

 

Handlung  ★★★

Ich denke nach dem Klappentext brauche ich hier keine genauere Beschreibung der Handlung. Natürlich ist die Handlung ein größtenteils voraussehbar. Etwas anderes erwartet man nach dem Klappentext ja auch nicht. Aber sie ist auch ein bisschen tiefgründiger als erwartet. Die Handlung zeigt ziemlich deutlich, dass Geld eben nicht in allen Situationen hilft. Klar, Ella hat durch das Geld die Chance auf einen besseren Schulabschluss und nach außen hin schon ein besseres Leben. Aber es gehört einfach mehr dazu.  Und auch die ganze Hintergrundgeschichte um die Royals.. die ist ziemlich traurig, soweit man sie jedenfalls erahnen kann.

Charaktere ★★

Bei den Charakteren kann ich mich schwer festlegen. Ein Teil der Charaktere gefiel mir ganz gut, der andere Teil war mir zu vorhersehbar. Ella ist eigentlich ganz sympathisch. Sie ist stark und mutig und lässt sich nicht unterkriegen. In gewisser Hinsicht ein beeindruckender Charakter, vor allem wenn man einen Blick auf ihr Leben vor dem Luxus wirft. Die Royals sind teilweise auch ganz interessant – nicht wegen ihres ach so tollen Aussehens (was viel zu oft betont wird), sondern weil doch bei allen mehr dahinter steckt. Man findet es nur langsam im Verlauf des Buches heraus.  Die anderen Charaktere sind allerdings fast hauptsächlich Klischee High Society Leute. Die üblichen Zicken, Cliquen und Schikanen in der High School, die ungefähr jeder Teeniefilm aufzuweisen hat. Jedenfalls die paar, die ich bisher gesehen habe.

Setting ★★★

Ja. Eben auch Klischee High Society in der heutigen Zeit. Prunkvolle Häuser, Partys, Privatschule. Nichts Besonderes. Aber sehr passend zur Handlung.

Schreibstil

Zunächst war ich von dieser „Jugendsprache“ und diesen hineingemixten englischen Worten echt genervt („toller Body“ statt „toller Körper“ z.B.). Irgendwann konnte ich das halbwegs überlesen und dieser leichte Humor im Schreibstil war auch ganz gut. Dennoch… muss sowas denn sein?

 

Meinung nach dem Lesen

Tja. Klische erfüllt, würde ich mal sagen. Dennoch hat mich dieses Buch auch ein wenig überrascht. Aber es muss ja auch einen Grund haben, dass es alle bei Instagram lesen. Es war tatsächlich auch spannend, die Hauptperson schließt man auch irgendwie ins Herz. Wenn sie nicht die ganzen Typen andauernd so anschmachten würde, wäre allerdings um einiges besser. Mich persönlich hat das zwischendurch schon ziemlich genervt. Einmal beschreiben, wie toll der Typ doch aussieht, reicht eigentlich.. Gemein war das Ende – ein Cliffhanger! Vielleicht muss ich eines Tages den zweiten Band lesen. Aber erstmal muss ich mich von diesem Genre erholen. Und von dieser „Jugendsprache“ oder was auch immer das ist.

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