Karl May – Durch das Land der Skipetaren

Eindruck vor dem Lesen und Erwartungen

Ich habe bisher nur ein Buch von Karl May gelesen, was mich aber wirklich sehr begeistert hat. (Eine Rezension findet ihr hier: Durch die Wüste )

Da ich nicht so viele Karl May-Bücher besitze, habe ich jetzt einen kleinen Sprung in der Reihenfolge der Bücher gemacht. Von meiner Schwester weiß ich, dass manche Bücher direkt an das nächste anschließen. Ich hoffe, dass ich trotz dieses Sprungs in der Reihenfolge gut in das Buch einsteigen kann.

Einen Klappentext gibt es nicht. Mir bleibt also nur der Buchtitel und das Wissen, das ich über den Autoren bereits habe. Ich bin auf jeden Fall auf die Handlung gespannt und ich erwarte eine weitere abenteuerliche Reise mit vielen spannenden und auch vielen witzigen Stellen, mit teilweise überzogenen Figuren und verschiedensten Konflikten zwischen verschiedenen Menschengruppen, die Kara Ben Nemsi, irgendwie lösen kann. Kurz – ich hoffe auf ein großartiges und kurzweiliges Leseerlebnis.

Rezension

 

4 Sterne

Handlung  ★★★

Die Handlung bekommt bei mir dieses Mal leider nur drei Sterne ab. Im Großen und Ganzen gefiel mir das Buch zwar ganz gut, allerdings zog sich die Handlung an manchen Stellen doch etwas hin. Kara Ben Nemsi und seine Freunde gerieten immer wieder in Gefahr, doch fast jedes Mal schien es nahezu einfach dieser zu entkommen. Zu einfach. Die Spannung wurde oft zu schnell wieder genommen und das ist wirklich schade.

 

Charaktere ★★★★

Karl Mays Charaktere sind und bleiben einfach großartig. Einige sind zwar ein wenig überzogen, aber das macht den Charme des Ganzen aus. Und es macht die Geschehnisse auch häufig witzig. Einen Stern Abzug gibt es hier dennoch: Aus irgendeinem Grund sind die Bösen in diesem Buch fast alle relativ dumm. Und auch die, die zu den Guten zählen, sind größtenteils sehr leichtgläubig und ungebildet und man kann ihnen alles Mögliche erzählen. Mag sein, dass die Menschen in den östlichen Ländern, die auf dem Land lebten, zu der Zeit größtenteils eher ungebildet waren, aber ungebildet heißt ja nicht gleich dumm. In diesem Buch kam das aber teilweise so rüber. Kara Ben Nemsi wirkt außerdem des Öfteren anderen gegenüber leicht überheblich, was schade ist, da er mir in dem Buch Durch die Wüste noch deutlich sympathischer war. Nicht, dass er mir jetzt nicht mehr sympathisch wäre. Aber er hat doch ein paar Sympathiepunkte einbüßen müssen in diesem Buch.

 

Setting ★★★★★

Das Setting ist anschaulich und spannend beschrieben. Man erfährt einiges über die Landschaft, die Gegend, die Städte und Dörfer. Es wäre toll gewesen, wenn in dem Buch noch eine Karte mit der Reiseroute gewesen wäre.

 

Schreibstil ★★★★

Das Buch lässt sich sehr gut lesen. Ein wenig altertümlich wirkt der Stil hin und wieder, was aber nicht verwunderlich ist, wenn man bedenkt, dass das Buch Ende des 19. Jahrhunderts geschrieben wurde.

 

Meinung nach dem Lesen

Dieses Buch war zwar wirklich gut, aber bei weitem nicht so gut wie Durch die Wüste. Kara Ben Nemsi und seine Freunde geraten in eine Schwierigkeit nach der nächsten, aber bevor es so richtig spannend werden kann, haben sie das Problem schon gelöst. Es gelingt meist zu einfach, was schade ist. Auch stört mich teilweise Kara Ben Nemsis Überheblichkeit. Wenn man über diese Kleinigkeiten aber hinwegsieht, ist es im Allgemeinen ein sehr gutes Buch. Es macht großen Spaß es zu lesen und auch der Humor kommt nicht zu kurz.

Ein wenig habe ich am Anfang gemerkt, dass ich ein Buch übersprungen habe, aber ich kam dennoch schnell in die Geschichte rein, sodass mir das nicht lange auffiel.

 

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