Mary Janice Davidson – Untot lebt sich’s auch ganz gut

Dieses Buch war in meiner ersten (und letzten!) Bookworm Box.

 

Eindruck vor dem Lesen und Erwartungen

Klappentext:

“Selbst die Untoten feiern Weihnachten, und Betsy kann endlich wieder ihrer Lieblingsbeschäftigung frönen: Einkaufen! Außerdem gibt es für die Hochzeit mit ihrem Seelengefährten Eric Sinclair noch einiges vorzubereiten. Da erhält sie eine Warnung von Detective Nick Berry, dass ein Serienmörder in der Gegend sein Unwesen treibt. Als Blondine entspricht Betsy genau seinem Typ. Doch was kann ein Serienmörder einer Untoten schon anhaben?”

Nach dem Klappentext hinten waren meine ersten Gedanken: Vermutlich wieder so ein typisches „Frauenbuch“ – perfekte Hochzeit planen, shoppen, Seelengefährte – aber doch vielleicht auch ganz witzig. Ein Serienmörder und eine Untote, das könnte doch ganz spannend sein? Dann fand ich den anderen Klappentext vorne im Buch:

“Weihnachten steht vor der Tür, doch als wenn Betsy Taylor noch einen weiteren Grund zum Shoppen gebraucht hätte, stürzt sie sich in die Planung der perfekten Hochzeit mit dem umwerfend schönen Eric Sinclair. Wie gerne würde sie sich voll und ganz dem Blumenschmuck und der Brautpartys widmen, doch leider wird ihr Haus von Geistern heimgesucht. Die lästigen Wesen bitten die Königin der Vampire unumwunden, Fehler, die sie selbst einst begangen haben, wiedergutzumachen. Auch sonst kämpft Betsy einmal mehr mit überwältigenden Problemen: Sinclair will sich nicht auf einen Hochzeitstermin festnageln lassen, ihre verhasste Stiefmutter hat ein Baby bekommen, das Betsy sitten darf, und ihre Halbschwester Laura, die Tochter des Teufels, zeigt plötzlich ganz und gar erschreckende Charaktereigenschaften. Außerdem: Warum muss sich Jon, der für einen College-Kurs eine Biografie schreiben soll, ausgerechnet Betsys Leben als Thema aussuchen? Und dann läuft auch noch ein Serienkiller frei herum. Da alle seine Opfer groß und blond sind, scheint Betsy perfekt in sein Beuteschema zu passen. Fragt sich nur, wie man bei all diesen Turbulenzen in Ruhe Weihnachten feiern soll!”

 

Nach dem Lesen des zweiten Klappentextes ist meine Motivation dieses Buch zu lesen nur noch mäßig. Es klingt nach einer Menge Gejammer. Betsy ist vermutlich diese Klischee-Frau. Shoppen, Prinzen-Typ, eingebildet, Tussi?  Das Cover trägt zu diesem Eindruck bei. Eine sehr schicke Frau mit Sonnenbrille an einem Tisch, vor sich eine Tasse, die sie nur leicht mit 2 Fingern berührt.

Das Buch wurde mit dem Romantic Times Award ausgezeichnet. Klingt also mal wieder genau nach meinem „lieblings“ Genre..

Die Kritiken, die auf dem Buch mit abgedruckt sind, lassen auch nur wenig Hoffnung:

„So Sexy! So respektlos! So entzückend!“ – Christine Feehan in der New York Times

“Diese Vampirromane von Mary Janice Davidson sind der vergnüglichste Lesestoff seit Langem… Betsy Taylor ist einfach fantastisch!” The Best Review

“Mich hat diese Fortsetzung der Betsy-und-Sinclair-Show begeistert. Die Serie wird mit jedem Buch besser, und ich kann das nächste kaum erwarten. Betsy ist einfach klasse..- Ein tolles Lesevergnügen!“ Fresh Fiction

Immerhin wurde das Buch von der New York Times  gewürdigt. Heißt das was Gutes? Lustig scheinen die Bücher jedenfalls zu sein, wenn man den Kritiken glauben darf.

Dem hinteren Teil des Buches kann man entnehmen, dass es sich bei diesem Buch um Band 4 einer Buchreihe handelt. Hoffentlich kann man auch so in die Reihe einsteigen. Mal gucken.

Rezension

3,25 Sterne

 

Handlung  ★★★

Vermutlich wäre es wirklich besser gewesen, wenn ich die Vorgängerbände kennen würde.  So war ich an manchen Stellen ein wenig verwirrt und/oder hätte gerne ein paar mehr Hintergrundinformationen gehabt, die es vermutlich in vorangegangenen Büchern gegeben hätte. Gut war aber, dass manche Dinge nochmal kurz erklärt wurden, so fühlte ich mich nicht ganz verloren.

Die Handlung ansonsten sagte mir eher wenig zu. Es passierte einiges aber gleichzeitig auch nichts. Betsy lebt ihr leben, ein wenig chaotisch, ein wenig theatralisch, ein wenig verwirrend. Am Ende wird es immerhin für einen kurzen Moment spannend, doch dieser Moment ist auch schnell vorbei. Die auf dem Klappentext versprochene Serienmörder-Geschichte ist eher nebensächlich. Immerhin ist das Buch stellenweise recht witzig.

 

Charaktere ★★★

Die Charaktere werden vom Aussehen her sehr genau beschrieben, weshalb man sie sich gut vorstellen kann. Nur die Hauptperson, Betsy, wird nicht so genau beschrieben. Da es sich aber um eine Ich-Erzählerin handelt, ist das auch nicht so verwunderlich.

Manche der Charaktere, vor allem Betsys Schwester Laura, gefallen mir ganz gut, da sie immer voller Überraschungen stecken. Andere Charaktere hingegen fand ich doch eher etwas langweilig. Zu klischeehaft. Zu tussihaft. Ich konnte mich schwer mit ihnen identifizieren. Das ganze Vampirsein hier entsprach weniger dem typischen Klischee, wobei aus diesem Buch auch nicht ganz hervorgeht, was ihnen bei Sonnenlicht passiert. Aber immerhin können sie normale menschliche Getränke zu sich nehmen. Die ganze „Königinnen-Sache“ um Betsy wirkt ein wenig unpassend im Kontext der Geschichte.

Ein wenig merkwürdig finde ich, dass Betsy ihren Verlobten immer „Sinclair“ nennt, auch wenn sie mit Freunden über ihn spricht. Nur wenn sie ihn direkt anspricht nutzt sie seinen Vornamen Eric und nicht seinen Nachnamen.

 

Setting ★★★

Das Setting, ein großes altes Haus, sowie eine Stadt in den USA, passt gut in die Geschichte. Auch wenn hier nicht zu viel ins Detail gegangen wird.

 

Schreibstil ★★★★

Ich habe dieses Buch in der deutschen Übersetzung gelesen, aber zumindest in dieser gefällt mir der Schreibstil ganz gut. Es ließ sich sehr schnell und einfach lesen und obwohl mir die Geschichte eigentlich wirklich nicht so zusagte, war es manchmal nicht einfach, das Buch aus der Hand zu legen.

 

Meinung nach dem Lesen

Im Großen und Ganzen kann ich dieses Buch leider nicht sonderlich empfehlen. Die Themen, die Story, alles interessierte mich doch eher wenig. Die Spannung mit dem Serienmörder, auf die ich nach dem Lesen des Klappentextes gehofft hatte, war viel zu kurz. Dennoch gab es bei diesem Buch wenigstens hin und wieder etwas zum Schmunzeln. Das Beste an dem Buch ist der Stil, was ein wenig traurig klingt, aber leider wahr ist.

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